Repair as Resistance

Der Dokumentarfilm Repair as Resistance begleitet die Aktivist:innen der Assemblea Sociale per la Casa (ASC) in Venedig – sie besetzen leerstehenden städtischen Wohnraum, setzen ihn instand und vergeben ihn an Menschen in Not. In einer Stadt, die zunehmend vom Massentourismus geprägt ist und deren Bevölkerung seit Jahrzehnten schrumpft, entsteht so ein beharrlicher Widerstand gegen Verdrängung, Spekulation und politische Untätigkeit. Fast 40 % der Wohnungen stehen leer oder werden touristisch genutzt - während gleichzeitig rund 1.000 öffentliche Wohnungen wegen fehlender Sanierungsmittel verfallen.

Im Zentrum des Films stehen mehrere Frauen der Organisation unterschiedlicher Generationen, die Wohnungen reparieren, Netzwerke aufbauen und für ihr Recht auf Stadt kämpfen. Zwischen privaten Räumen, geprägt von informellen Reparaturen und gemeinschaftlicher Sorgearbeit, und öffentlichen Auftritten bei Demonstrationen und Versammlungen entfaltet sich ein vielschichtiges Bild ihres Engagements. Die Reparatur wird dabei zu mehr als einer praktischen Notwendigkeit: Sie ist eine politische Praxis, die Fürsorge und Konflikt miteinander verbindet.
Die Aktivist:innen bewegen sich ständig im Spannungsfeld zwischen Duldung und Kriminalisierung - verschärft durch neue Gesetze, die ihre Arbeit zunehmend bedrohen. Der Film zeichnet ein kollektives Porträt einer Bewegung, die inmitten einer brüchigen Stadt alternative Formen des Zusammenlebens erprobt.

Kategorie: Dokumentarfilm
Von: Sarah Silbernagel
Status: in Entwicklung
Produktionsjahr: 2028

Sprache: Italienisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Länge: ca. 80 min.
Format: DCP
Ton: 5.1 Surround

CREDITS

Buch und Regie
Sarah Silbernagel

Produktion
point de vue DOC, Basel

Produzentin
Lea Fröhlicher

Produktionelle Begleitung
Andreas Weber